{"id":10446,"date":"2023-10-06T14:18:05","date_gmt":"2023-10-06T14:18:05","guid":{"rendered":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/?p=10446"},"modified":"2023-10-06T14:19:47","modified_gmt":"2023-10-06T14:19:47","slug":"nordsyrien-seit-vier-jahren-besetzt-unzahlige-menschenrechtsverletzungen-wahrend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/archives\/10446","title":{"rendered":"Nordsyrien seit vier Jahren besetzt: Unz\u00e4hlige Menschenrechtsverletzungen w\u00e4hrend"},"content":{"rendered":"\n<p>Nordsyrien seit vier Jahren besetzt (9.10.):<\/p>\n\n\n\n<p>Unz\u00e4hlige Menschenrechtsverletzungen w\u00e4hrend und nach der t\u00fcrkischen Invasion<br>Bundesregierung steht weiter fest an der Seite des Aggressors<br>Minderheiten lernen: auf die NATO ist kein Verlass<br>Auch vier Jahre nach dem v\u00f6lkerrechtswidrigen Angriff des NATO-Mitglieds T\u00fcrkei auf Nordsyrien am 9. Oktober 2019 ignoriert die deutsche Bundesregierung das Schicksal der kurdischen und anderen Minderheiten in Nordsyrien. Der Regierungswechsel zur sogenannten Ampelkoalition hat daran nichts ge\u00e4ndert: \u201eDie Bundesregierung steht politisch, diplomatisch und finanziell fest an der Seite des Aggressors T\u00fcrkei. S\u00e4mtliche Appelle und Aufforderungen, die v\u00f6lkerrechtswidrige Aggression zu verurteilen und einen R\u00fcckzug der Besatzungstruppen zu fordern, sind verhallt\u201c, kritisiert Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker (GfbV). \u201eDiese Haltung schadet dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland, der NATO und des Westens insgesamt. Sie n\u00fctzt autorit\u00e4ren Staaten wie Russland oder China, die Staaten des globalen S\u00fcdens auf ihre Seite ziehen wollen und universelle Menschenrechte ablehnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend und infolge der t\u00fcrkischen Invasion mit dem Namen \u201eQuelle des Friedens\u201c haben t\u00fcrkische Truppen und ihre syrischen islamistischen S\u00f6ldner die von den Syrischen Demokratischen Kr\u00e4ften (SDF) kontrollierten Gebiete Serekaniye (arabisch: Ras al Ain) und Tall Abyad besetzt und hunderttausende Menschen vertrieben. Sie begingen dabei unz\u00e4hlige Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbev\u00f6lkerung. \u201eVon den 50.000 kurdischen Einwohnern der Stadt Ras al Ain sind weniger als 100 geblieben, darunter nur einige wenige yezidischen Glaubens. Von der armenischen Bev\u00f6lkerung sind noch zwei, von der aram\u00e4ischen f\u00fcnf bis zehn Personen dort. Alle sind \u00e4ltere Menschen\u201c, berichtet Sido. \u201eDas Wasserwerk Alok in Ras al Ain, das rund 1,5 Millionen Menschen im Nordosten Syriens mit Trinkwasser versorgt, setzt die T\u00fcrkei immer wieder als Waffe ein: Besonders der multiethnischen und multireligi\u00f6sen Stadt Hasakeh wird immer wieder wird der Hahn zugedreht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der t\u00fcrkische Einmarsch \u201eQuelle des Friedens\u201c war nur m\u00f6glich, weil die USA unter Donald Trump pl\u00f6tzlich ihre dort stationierten Truppen abzogen und damit dem NATO-Partner T\u00fcrkei das Startsignal f\u00fcr Angriffe gaben. \u201eDie Erfahrungen mit Bergkarabach zeigen, dass sich kurdische oder armenische Minderheiten weder auf Russland noch auf die NATO verlassen k\u00f6nnen\u201c, res\u00fcmiert Sido. \u201eDeutschland und die NATO reden nur von Demokratie und Menschenrechten, wenn es ihren geopolitischen Interessen dient. Diesen Satz habe ich w\u00e4hrend meiner Reise durch Kurdistan, Irak und Syrien im April dieses Jahres von vielen Angeh\u00f6rigen der dort lebenden Minderheiten immer wieder geh\u00f6rt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Anl\u00e4sslich des vierten Jahrestages der t\u00fcrkischen Angriffe besucht eine Delegation syrischer Kurden das Bundesb\u00fcro der GfbV in G\u00f6ttingen. Es sind Menschen, die von der T\u00fcrkei 2018 aus Afrin bzw. 2019 aus Ras al Ain vertrieben wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nordsyrien seit vier Jahren besetzt (9.10.): Unz\u00e4hlige Menschenrechtsverletzungen w\u00e4hrend und nach der t\u00fcrkischen InvasionBundesregierung steht weiter fest an der Seite des AggressorsMinderheiten lernen: auf die &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":10447,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-10446","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10446","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10446"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10446\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10448,"href":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10446\/revisions\/10448"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10447"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10446"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10446"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdc-nsy.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10446"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}